Münster - Bremen (Version 1.10)


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Münster - Bremen (Version 1.10)

Artikel-Nr.: vT18-10
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Die Rollbahn, die seit 1873 das Ruhrgebiet bei Wanne-Eickel mit dem Hafen in Hamburg auf kürzest möglichem Weg verbindet, ist eine der wichtigsten und verkehrsreichsten Bahnstrecken Deutschlands.  Wurden früher Erze vom Hamburger Hafen ins Ruhrgebiet und Kohle sowie Fertigprodukte zum Hamburger Hafen transportiert, so sieht man heute vor allem Autotransport- und Containerzüge auf dem Weg nach Hamburg fahren. Mit dem Wegfall des Ruhrgebietes als Förder- und Produktionsstandort haben sich die Waren verändert, die Menge an Verkehr ist (zum Glück) geblieben.

Die Strecke verbindet vier Bundesländer: Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Bremen und Hamburg. Die größten Städte, die durchfahren werden und gleichzeitig Hauptbestandteil unseres Add-on sind, sind Münster in Westfahlen, Osnabrück in Niedersachsen und Bremen. Alle drei sind wichtige Verkehrsknoten auf der Rollbahn, da hier mehrere  andere Strecken einmünden oder kreuzen.

In unserem Abschnitt quert die Rollbahn den Teutoburger Wald bei Lengerich, dort gibt es den einzigen Tunnel der Strecke (und zugleich den nördlichsten Tunnel Deutschlands) und das Wiehengebirge bei  Ostercappeln. An wichtigen Gewässern werden bei Münster der Dortmund-Ems-Kanal, bei Bohmte der Mittellandkanal und vor Bremen die Weser überquert.

Es gab bereits vor dem Zweiten Weltkrieg Pläne durch die Reichsbahn, die Rollbahn viergleisig auszubauen, welche an der Weltwirtschaftskrise 1929 und letztlich am Zweiten Weltkrieg scheiterten und zum Erliegen kamen. Ansätze aus den 70er Jahren, die Strecke mit einem dritten Gleis auszustatten, verliefen im Sande. Dafür sind weite Teile der Strecke seit 1978 mit LZB ausgestattet und für den Betrieb bis 200 km/h ertüchtigt. Letztlich erhöht das aber nicht die Durchlassfähigkeit der Strecke, weil ein schneller Zug alle langsamen in den Bahnhöfen auf die Seite zwingt.

Bis weit in die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Rollbahn das Domizil der großen Dampfrösser der Baureihen 01, 03, 41, 44 und 50. Im September 1966 wurde der Abschnitt zwischen Münster und Osnabrück elektrifiziert, im September 1968 war die Rollbahn mit der Inbetriebnahme des Abschnitts von Osnabrück bis Hamburg vollständig elektrifiziert.

Mit der Einstellung der Kohleförderung und dem Wegfall weiter Teile der Montanindustrie im Ruhrgebiet , dessen Strukturwandel mit der Kohlekrise 1957 bereits begann,  hat sich auch das Bild der Rollbahn gewandelt. Mehrere größere und auch kleinere Bahnhöfe (z. B. Vehrte, Ostercappeln) wurden aufgelassen oder deutlich verkleinert. Ihre Anlagen verschwanden unter Birkenwäldern und anderer Vegetation. Gut sichtbar ist das im Add-on an den Bahnhöfen Bremen-Hemelingen, Bassum, Diepholz, Drentwede und anderen, wo zum Teil Gleisfeldleuchten die frische Vegetation des Nachts erhellen.   Auch viele der Stellwerke entlang der Strecke sind durch Zentralisierung funktionslos geworden, haben verblechte Fenster und sind von oben bis unten mit Graffiti besprüht.

Mit dem Wegfall des Stückgutverkehrs bei der Bahn bereits 1998 wurde der Güterschuppen am Bahnhof als Bahnbauwerk obsolet. Bei uns stehen noch viele an den Bahnhöfen, in Lengerich zum Beispiel. Dort steht seit 2013 ein Supermarkt (Lkw-beliefert).  Auch die Güterschuppen sind im Add-on dokumentiert. Alle alten Bauwerke zeugen aber, egal in welchem Zustand sie sich im Add-on präsentieren, von einer anderen Zeit, da noch viel mehr Menschen am Bahngeschäft beteiligt waren. Heizer, Weichenwärter, Stellwerker, Schrankenwärter, Fahrkartenverkäufer, Packwagenschaffner, Bahnsteigschaffner, Bahnsteigaufsicht, Postwagenbegleiter, Drehscheibenwärter. Alles verschwundene Berufsbilder. Von einer Zeit, in der nicht Lkws die Autobahnen verstopften sondern Güterzüge die Güterbahnhöfe und die Bahnstrecken beherrschten.

Aber auch die längeren Umläufe der E-Loks im Vergleich zum Dampfzeitalter haben das Bild der Strecke verändert. Das große Betriebswerk in Osnabrück (unten) mit seinen zwei  Drehscheiben hat heute keine Bahnfunktion mehr.  Kirchweyhe mit seinem Bahnbetriebswerk dient heute einem Kesselwagenvermieter als Betriebszentrale. Von den Rundlokschuppen in Bremen, Kirchweyhe,  Osnabrück Betriebswerk sind nur noch Fragmente übrig, die an bedeutsamere Zeiten erinnern. Das Betriebswerk in Münster ist eine Brache, vom architektonisch interessanten Schuppen an der Hafenstraße sind nur die Bodenplatten übrig.  Alle Anlagen zur (Dampf-)Lokbehandlung sind verschwunden. Übrig sind lediglich ein paar Dieseltankstellen.

Viele Nebenbahnen zweigen von der Rollbahn ab, in Lengerich die TWE (Teutoburger Waldeisenbahn), in Bohmte die Wittlager Kreisbahn um nur zwei zu nennen. Hier kümmern sich Vereine um neues Leben auf alten Gleisen, in Lengerich zu sehen an den intakten Schuppenanlagen und dem alten Bahnhof der TWE. Die Nebenbahnen sind im Add-on nur angedeutet, ihre Anschlüsse enden nach ein paar hundert Metern links oder rechts der Rollbahn.

Unsere Wahl, die Zeit des Add-on auf das Jahr 2009 zu legen ist insofern sinnvoll, das vieles der früheren Infrastruktur noch nicht abgerissen, modernisiert oder verändert ist. Man kann also die alte Zeit noch ein bisschen spüren. Viele Empfangsgebäude stehen – zum großen Teil sicher funktionslos geworden – im für die Gegend typischen klinkerrot an den Hausbahnsteigen.  In Münster steht noch der Hauptbahnhof aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Der ist heute durch einen Neubau ersetzt. Signale entlang der Strecke sind durch Ks-Signale und die wenigen noch arbeitenden Gleisbildstellwerke durch elektronische Stellwerke ersetzt. Es ist eine Frage der Zeit, wann die alten Stellwerke ganz verschwinden.

Die Zeiten, wo die 44er-Jumbos ihre Erzzüge das Wiehengebirge laut ächzend, zischend und schnaufend hinauf schleppten und ihre Dampffahnen in den Himmel jagten, sind lange vorbei. Unser Add-on mit seinen Bauten soll ein wenig daran erinnern. Denken wir also an die vielen Tropfen Heizerschweiß, die die Steigungen gekostet haben, wenn bei uns müde der Strommesser ein paar mehr Ampere anzeigt. Denken wir daran, dass den neuen Zeiten auch immer die alten innewohnen.

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